Don Bosco Haus Chemnitz
Eine Einrichtung in Trägerschaft
der Salesianer Don Boscos

„Bunte Fünfzehn“ in Chemnitz feierlich eingeweiht

Veröffentlicht am: 23. September 2020

Nach zweijähriger Bauzeit wurde am 18. September die „Bunte Fünfzehn“ feierlich eingeweiht. Aufwändig saniert wurden unter anderem die marode Bausubstanz des Altbaus sowie das Treppenhaus. Mit der neuen Einrichtung setzen die Caritas und die Salesianer Don Boscos die fast 30-jährige Zusammenarbeit im Chemnitzer Stadtteil Sonnenberg fort. „Solch ein Projekt hätten wir allein nie geschafft“, sagte Pater Albert Krottenthaler und bedankte sich besonders bei der Caritas-Baureferentin Anja Glöckner für ihre Geduld und Fachkompetenz, mit der sie die Sanierung und den Umbau des Gebäudes begleitet habe.

Die Kosten, knapp 2,2 Millionen Euro, wurden durch den Diözesancaritasverband, die Westsächsische Gesellschaft für Stadterneuerung, das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken und die Konrad-Martin-Stiftung getragen.

Was lange währt wird endlich gut

2020 Chemnitz Bunte 15

Auf die Fertigstellung und Einweihung der „Bunten Fünfzehn“ trifft dieses Sprichwort ganz besonders zu. Darunter fällt das lange Ringen darum, ob das Haus im Chemnitzer Stadtteil Sonnenberg, ganz nahe am Don Bosco Haus, tatsächlich die neue Heimat der Mitbrüdergemeinschaft wird. Das Haus und mehr noch der dazugehörige „Traumhof“ waren nämlich unter fast wundersamen Umständen von der Deutschen Provinz im Januar 2010 erworben worden. Aus dieser Zeit rührt der Name „Bunte Fünfzehn“, weil der damalige Leiter Pater Johannes Kaufmann die Außenfassade des Parterre mit Graffitis gestalten ließ, die bunte Bilder mit Don Bosco und damaligen Besucher*innen zeigen.

Die Deutsche Provinz war mit der Eintragung ins Grundbuch des lange Jahre besitzerlosen Hauses nur „eingesprungen“, um den „Traumhof“ für die pädagogische Arbeit des Don Bosco Hauses zu retten und gab die Immobilie bald an die Bistumscaritas weiter. Im Jahr 2014 stand das gemeinsame Nutzungskonzept, das unter anderem den Umzug der Salesianer Don Boscos aus dem Gemeindehaus von St. Antonius in Altchemnitz auf den Sonnenberg vorsah.

Die Sanierung zog sich aber noch einige Jahr hin und wurde nun nach zweijähriger Bauzeit mit der Einweihung am 18. September abgeschlossen. Der Bistums-Caritasverband hatte unter der Leitung von Herrn Direktor Mitzscherlich zu einer feierlichen Einweihung des Hauses eingeladen. Propst Benno Schäffel nahm die Segnung vor. Provinzial P. Reinhard Gesing, der seinen vollständigen Rat aus der Sitzung im benachbarten Burgstädt mitgebracht hatte, sprach ein Grußwort.

2020 Chemnitz Einweihung

Ein Rundgang durch das Haus

Die rund 70 Gäste wurden bestens von den Auszubildenden aus der Küche des Don Bosco Jugendwerkes versorgt und konnten es danach nicht erwarten, an einer Führung durch die neuen Räumlichkeiten teilzunehmen. Sie führten durch das „Wombats“, die Familienbildung des Don Bosco Hauses im Parterre, die Hauskapelle der Salesianer in der ersten Etage, die Schwangerschafts- und Migrationsberatung der Caritas in der zweiten Etage, hinüber ins Geschäftsgebäude der Caritas und zurück auf den Hof. Viele uns nahe stehende Gäste bekamen auch die neue Wohnung der Salesianer in der dritten Etage und im Dachgeschoss zu Gesicht.

Ein Beispiel salesianischer Vernetzung

2020 Chemnitz Seggewiß

Die Nähe zum Don Bosco Haus und die Möglichkeiten einer noch intensiveren Kooperation mit dem Chemnitzer Caritasverband werden Synergieeffekte freisetzen. Ausdrücklich erwähnen möchte ich ein bewegendes Beispiel interner salesianischer Vernetzung, von dem das nebenstehende Foto erzählt. P. Bernhard Seggewiss, der vor wenigen Wochen mit den Mitbrüdern Calhorn verlassen musste, hat Ende Juli persönlich die dortige Einrichtung der Hauskapelle mit einem Transporter nach Chemnitz gebracht, um sie unserer Gemeinschaft zu vermachen.

Somit war die Kapelle der erste Raum, den wir in der „Bunten Fünfzehn“ beziehen konnten. Die Christusfigur, die wir im Sommer 2019 bei „Come to Bosco“ im Klosterladen in Becchi erstanden haben, ergänzt die Ausstattung, die von vielen Seiten als sehr passend für den Raum und als ästhetisch ansprechend gelobt wurde.

Wir fühlen uns inzwischen in der Kapelle und in der neuen Wohnung sehr wohl und haben die Einweihung und viele positive Rückmeldungen von Gästen in unserer Gemeinschaft, die wieder auf fünf Mitbrüder angewachsen ist, als sehr ermutigend erlebt. Wir sind zuversichtlich, dass der neue Standort unserer Präsenz in Chemnitz neue Impulse verleiht.

Text: P. Albert Krottenthaler und Mitbrüder; Fotos: Andreas Schuppert (Bistum Dresden-Meißen)